Alt und Jung treffen in der Demez-WG in Wien Liesing aufeinander

Mit dieser Arbeit wird exemplarisch ein Pilot-Projektvorhaben beleuchtet, das Demenz-WGs, Studierenden-WGs und einen Kindergarten in Wien programmatisch wie baulich kombiniert. Angestrebtes Ziel der InitiatorInnen ist es, daraus positive Synergie-Effekte für alle Beteiligten zu schaffen. Mittels einer breit aufgestellten empirischen Analyse durch ExpertInnen-Interviews, teilnehmende Beobachtung und Projekt-Analyse wird dieses Vorhaben multiperspektivisch und interdisziplinär umkreist, um anschließend eine Expertise zu generieren. Hierbei wird der Blick auch auf Risiken, vor allem aber auf Potenziale dieser Idee gerichtet, um so der derzeit viel zu defizit-lastigen Berichterstattung ein ressourcenorientiertes Projektvorhaben entgegen zu stellen. Besonders hervorzuheben ist die Mitarbeit in einer bestehenden Demenz-WG, die meine Wahrnehmung als Planerin gegenüber dieser Gruppe, die ihre Bedürfnisse oft nicht (verbal) artikulieren kann, um diese dann in Architektur zu übersetzen, nachhaltig geprägt hat. Nachdem bei Pilotprojekten keine Referenzen vorhanden sind, müssen durch explorative Recherche die Bedürfnisse und Ziele erst ermittelt werden. Die Forderung lautet, jedem Menschen einen seinen Bedürfnissen gerecht werdenden Wohnraum anbieten zu können – exklusiv für alle.