Rendering – Ausblick auf den Wörthersee Richtung Nordwest

Meine Arbeit versucht möglichst sensibel mit einem speziellen Bauplatz, inmitten der Natur, umzugehen. Bei dem Ort handelt es sich um ein Waldstück am Südufer des Wörthersees in Kärnten. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts sollte das Gebiet ein weitläufiges Erholungsparadies werden. Im Zuge dieser Planung wurde auch der Turm am ›Schwarzen Felsen‹ gebaut. Das Gebäude funktionierte einige Jahre lang gut als Aussichtsturm, Sternwarte, Gaststätte und Übernachtungsmöglichkeit für Urlauber und Leute, die Erholung suchten. 1960 brannte der Turm ab. Die steinernen Fundamente blieben übrig. Der Bauplatz liegt mitten auf einem Kogel – der optimale Ort für einen Aussichtsturm. Wenn man die Baumwipfel des umliegenden Waldes überwindet, eröffnet sich der Blick über den gesamten Wörthersee. Dieser Ausblick ist der Ansporn für meine Arbeit. Das Bauwerk soll sich nach oben hin verbreitern, um vielen Menschen gleichzeitig den Ausblick zu ermöglichen. Es geht also um weite Auskragungen. Ich fand meine erste Inspiration in gewachsenen Formen der Natur. Der Baum als Vorbild. Die Arbeit beschäftigt sich in Folge dessen mit der Geometrie der Natur. Es werden Themen wie der Goldene Schnitt, die Fibonacci-Folge und fraktale Formen kurz beschrieben, die mich auf ein schon lange in der Natur und Architektur vorkommendes Prinzip brachten – das Prinzip des ›Tensegrity‹.