Caral Modell (© Bamberger)

Diese Arbeit bezieht sich auf eine archäologische Ausgrabungsstätte, die im nördlichen Zentralraum, 182 km nördlich von Lima und im Tal des Río Supe ca. 23 km von der Küste landeinwärts, liegt. Genannt wird diese Stätte Caral-Supe oder »La Ciudad sagrada de Caral«. Untersuchungen haben ergeben, dass es sich hier um eine der ersten urbanen Ansiedelungen Amerikas handelt, bei der zum ersten Mal in der Geschichte Amerikas von einer Zivilisation gesprochen wird. Daher wird Caral oftmals auch als die Mutterstadt Amerikas bezeichnet. Bei meinen mehrmaligen Besuchen dieser Stätte hat mich schlichtweg ergriffen, was sich scheinbar unter und hinter Wüstensand, Schutt und Geröll alles verbirgt.
Die dort alljährlich sich ereignende Regenzeit im Südsommer, jedoch vor allem die zyklisch auftretenden Phänomene El Niño und La Niña haben mich, nach Gesprächen mit der dortigen Chefarchäologin Ruth Shady Solís, dazu bewogen, mir über mögliche Verbesserungen und Schutzmechanismen, in Bezug auf die dortige archäologische Situation, Gedanken zu machen und ein für dieses Gebiet adäquates Konzept für den Schutz kleinräumiger Ausgrabungen zu entwickeln.
Der Fokus liegt dabei auf bereits gängigen, funktionierenden Systemen, die so miteinander gekoppelt und zusammengefügt werden, dass daraus eine zusammenhängende, spezifische Lösung zur Erleichterung und zum Schutz der Grabungen entsteht.