Brachflächen in Österreich (© Prokop 2009: 10)

»Ressourcen sind der Stoff, aus dem Zukunft gemacht wird. Auch die Stadt ist Ressource, eröffnet sie doch vielfältige Möglichkeiten: für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft als Ganzes. Doch die Ressource Stadt ist nicht unerschöpflich. […] Daher wird die größte Herausforderung an den zeitgenössischen Städtebau sein, die Stadt selbst als regenerativen Kreislauf zu planen – also nicht nur hinsichtlich der Gestaltung ihrer räumlich-ästhetischen Qualitäten, sondern auch ihrer zeitlichen Entwicklung.«
Die zukünftige Entwicklung städtischer Räume muss unter Einhaltung von Planungsansätzen, wie Ressourcenschonung, Kompaktheit, Dichte und Nachhaltigkeit, erfolgen und dabei Einwohnern und Besuchern qualitativen Lebensraum und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Die zeitgenössische Stadtplanung ist angehalten den, zur Verfügung stehenden, Raum bestmöglich zu entwickeln. An dieser Stelle treten Brachflächen in den Planungsfokus. Brachflächen wirken sich erheblich auf das Image und die Wettbewerbsfähigkeit einer Stadt aus. Damit ihre Umwandlung den erhofften Gewinn bringt, müssen sie durchdacht und perspektivisch entwickelt werden. Ein allgemeingültiger Weg, Brachflächen neuer Nutzung zuzuführen, kann aufgrund der unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten und Einflüsse nicht beschrieben werden. Die eigentliche Herausforderung der Brachflächenumnutzung, so scheint es, liegt im prozesshaften Zusammenspiel zwischen Strategie, Instrument, Akteur und Plan.