Kraftwerk Stegenwald

In meiner Diplomarbeit nahm ich die umstrittene Planung des Flusskraftwerks Stegenwald an der Salzach zum Anlass, mich mit der Nutzung der Wasserkraft – mit ihren Vorzügen, als auch negativen Auswirkungen auf das ökologische System – zu beschäftigen. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit ist, neben dem Bestreben ein sichtbares und erlebbares Kraftwerk zu gestalten, der umliegenden Natur wieder Raum zur Verfügung zu stellen.
Das Krafthaus ist in drei Hauptbereiche unterteilt. Aus dem mechanischen Bereich, der unter anderem die Turbinen und die Maschinenhalle beherbergt, erstreckt sich der elektrotechnische Bereich mit Schalt- und Umspannanlagen und mündet in den Fernwirkraum im obersten Geschoß. In allen Bereichen gibt es Besucherebenen, die Einblick in die technischen Abläufe geben. Verwebt mit dem Krafthaus befinden sich in der Kraftwerksstruktur unter anderem ein Restaurant, eine Markthalle, eine Pflanzenaufzucht, eine Fischzucht und ein Nistplätze für Vögel.
Ziel ist es, einen regen Austausch von Nährstoffen und technischer Infrastruktur zwischen den einzelnen Teilen bzw. Bewohnern im Gebäude entstehen zu lassen.
Feingliedrige Strukturen, Gerüste und Netze ermöglichen, dass die wilde Natur nach und nach von außen auf das Gebäude kriecht und es teilweise wieder zurückerobert. Technik, Mensch, gezüchtete und wilde Natur verflechten sich und können voneinander profitieren.