Raumgefüge und Aufbaustruktur

Das Konzept sowie ein konkreter Entwurf erarbeiten einen, sich für ein Individuum
ausdehnenden und flexibel anpassbaren, Wohnraum. Durch die Überschneidung von Bedürfnissen an Infrastruktur und Fläche stehen den BewohnerInnen, bei gleichem Flächenbedarf wie in einem herkömmlichen Wohnbau, mehr Möglichkeiten und Raum zur Verfügung.
Ausgehend von einem komprimierten ›Privaten Raum‹, dem persönlichen Rückzugsort, lässt sich der individuell genutzte Wohnraum in mehreren Etappen durch ›Halbprivate bis Halböffentliche Flächen‹ erweitern. Die darin angesiedelte (Wohn-)Infrastruktur wird vom privaten Wohnraum freigespielt und somit für mehrere Parteien gleichberechtigt und flexibel zugänglich gemacht. Flächen und Ressourcen werden gespart, zusätzliche Funktionen, wie Werkstätten, Sport-, Spiel- und Arbeitsräume, können angeboten werden. Die Zahl der (Mit-)NutzerInnen steigt langsam gestaffelt mit jeder Erweiterungsstufe.
Es ergeben sich Strukturen, die es ermöglichen, mehrere separate ›Private Einheiten‹ einer Patchworkfamilie durch ›Halbprivaten Flächen‹ des gemeinsamen Wohnraumes zu verbinden, den Wohnraum von AlleinerzieherInnen durch Arbeits- und Freizeiträume zu erweitern oder Therapie-, Atelier- oder Bewegungsräume innerhalb des eigenen Wohnraumes anzubieten.
Die Schwelle zwischen Privat und Öffentlich (Meines und Anderes) wird auseinandergezogen und mit neuen Definitionen, Bereichen und Funktionen gefüllt.