3D Gipsdruck (© Augustin Fischer)

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Vision einer Autobahnraststätte mit Tankstelle auf dem Irschenberg. Den Schwerpunkt der Entwurfsaufgabe bildet die Integration technischer Infrastruktur in die Landschaft und die prozesshafte Ausformulierung der Gebäudeteile und ihres Arrangements unter funktionalen Rahmenbedingungen.
Das Automobil gilt gemeinhin als Symbol für Industriedesign und ragt heute (noch) unter allen Verkehrsträgern in seiner Bedeutung heraus. Als anfängliches Nebenprodukt der Massenmotorisierung in den 1930er Jahren haben sich die fahrzeugversorgenden, -beherbergenden oder -präsentierenden Bauten in den Folgejahrzehnten im Stadt- und Landschaftsbild etabliert. Gerade die Übertragung eines feststehenden Designs auf weltweite Standpunkte – dessen Reproduktion – birgt die Gefahr der Vernachlässigung einer architektonischen Verortung des Bauwerks. Die mangelnde Auseinandersetzung mit dem Spezifikum der Architektur, dem Spiel von gebautem Element und dem umgebenden oder eingeschriebenen Raum führte zumindest auf bautypologischer Ebene zu lediglich technischen Anpassungen und Variationen der Musterbaukonzepte aus den 1930er Jahren. Die weitere Automobilisierung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte nur eine Skalierung jener Konzepte zur Konsequenz.
Die Diskrepanz zwischen der Topografie der Voralpen, der Verortung eines Verkehrsbaus und der Dynamik der Autobahn bilden den Rahmen auf dem sich diese Studie, in Form einer architektonischen Vision, aufspannt.