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Die Arbeit beschäftigt sich mit Transformation im innerstädtischen Städtebau. Es wird der Frage nachgegangen, wie ein zentral gelegenes, städtisches Areal mit zeitgemäßen, nachhaltigen Mitteln einer neuen Nutzung zugeführt werden kann, die den speziellen Herausforderungen der westukrainischen Metropole Lemberg gerecht wird. Lemberg war immer eine Stadt zwischen den Kulturen. Gerade in der jüngeren Geschichte ist sie wieder starken Veränderungen unterworfen. Der Entwurf verlangt also eine besondere Sensibilität.
Das entwickelte Stadtquartier soll nicht nur seinen Bewohnern qualitativen Lebensraum bieten, sondern auch ein Mehr an Lebensqualität für die umliegenden Nachbarschaften bedeuten. Der Entwurf serviert den Lembergern keine starren High End Architekturlösungen auf dem Silbertablett, vielmehr werden Räume geschaffen, die die Menschen animieren, selbst zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beizutragen. Die Akteure werden als mündige Bürger ernst genommen. Ihr kreatives Potential darf und soll zum Einsatz kommen. Lokale Traditionen mit Nachhaltigkeitscharakter werden gezielt gefördert.
Gerade durch seine prominente Lage unweit des Stadtkerns hat der Entwurf hohe Zeichenhaftigkeit. Im Idealfall soll das Projekt mit dem Schwerpunkt »Soziales und Ökologie in Verbindung mit zeitgenössicher Architektur« Denkanstöße für den Architekturdiskurs und Impulse für zukünftige städtebauliche Eingriffe in der Westukraine geben.