Außenperspektive

Seit 16 Jahren steht das »Lichtspieltheater der Jugend« nun schon leer. Bei seiner Erbauung im Jahr 1910 wurde es ursprünglich als Etablissement für Tanzveranstaltungen mit musikalischer Untermalung konzipiert. Im Zuge der blühenden Entwicklung der Filmindustrie wurde das Gebäude in den 1950er Jahren zum Filmtheater umgebaut und erweitert, bis es 1998 letztendlich stillgelegt wurde.
Nun steht das ehemalige »Lichtspieltheater der Jugend« an einem der prestigeträchtigsten Orte im Zentrum von Frankfurt (Oder) ohne Funktion leer und schreit förmlich nach einer Wiederbelebung. Die Aufgabe, die sich mir anfangs stellte, war der Umbau und die damit einhergehende Revitalisierung des Gebäudes. Der Schwerpunkt meiner Arbeit lag somit anfangs auf Bauen im Bestand.
Bei der Auseinandersetzung mit dem Bestandsgebäude kamen jedoch bald zusätzliche Themen hinzu. So war die Betrachtung und die damit einhergehende
Auseinandersetzung schrumpfender, ostdeutscher Städte unter dem Einfluss der DDR unvermeidbar. Es gilt nicht nur das Lichtspieltheater zu revitalisieren, sondern es zusätzlich um eine angemessene Funktionen zu erweitern: Ein Ort für urbane, öffentliche und kulturelle Funktionen, der auf unkonventionelle Art einen einzigartigen Anziehungspunkt schafft, um somit neue Impulse im Zentrum von Frankfurt (Oder) zu setzen.