Campus Darstellung Altbau / Neubau

Seit Jahrzehnten zieht der Bauplatz um das alte Kohlekraftwerk immer wieder internationale Investoren und Bauherren an, um zusammen mit Kreativen einen Lösungsansatz für das, seit seiner Schließung verfallende, Monument zu finden. Einstweilen wird das Gelände als temporäres Kunst- und Kulturarsenal mit internationalen Veranstaltungen bespielt. Durch die nun bald umgesetzte, direkte Anbindung an das Londoner U-Bahn-Netz wird der Bauplatz jedoch attraktiv für einen neuen elitären Business- und Wohnkomplex, der natürlich einen dementsprechenden wirtschaftlichen, weniger gemeinnützigen Erfolg vorsieht. Diesen schon vorliegenden, vor Baudichte strotzenden Entwürfen wird in dieser Arbeit einen konträrer Ansatz, eine Antithese entgegengestellt. Der Altbau wird zu einem Campus of Architecture, in dem neben dem sogenannten MOA (Museum of Architecture) auch Ateliers, Hörsäle, Seminarräume, Galerien, eine Bibliothek, ein leistbares Hotel für Schaffende, Schul- und Studiengruppen eingedacht werden. Der denkmalgeschützte Altbestand wird hierfür systematisch analysiert, erhalten, revitalisiert und durch Zu- und Anbauten erweitert. Die Idee des immer wieder neu bespielbaren Außenraumes bzw. des unbestimmten, flexiblen Raumes für Kunst und Kultur jeglicher Art wird durch die eben nicht bebaute Fläche, rund um die Battersea Station, weiterhin existieren. Sie soll für eine große Architekturexpo genutzt werden. ›Raumpanik‹ in London.