Piazza

Die Arbeit geht der Frage nach, wie ein militärisches Areal, welches im Siedlungsgebiet liegt, eine neue Nutzung erhalten kann.
Die Armee baute im 19. Jahrhundert ihre Kasernen an den Stadtrand. Seither haben sich die Zentren stark ausgedehnt, wodurch die militärischen Anlagen heute meistens mitten im Siedlungsgebiet liegen. Durch die politischen Veränderungen und die daraus folgenden Umstrukturierungen des Militärs werden Kasernenflächen in der Stadt zu potentiellen Lebensräumen für Bewohner. In Zeiten wachsender Städte wird immer mehr nach Lebensraum im Kern einer Stadt gesucht.
Die Öffnung eines Kasernenareals hat für die Umgebung erhebliche Veränderungen zufolge, da eine große Fläche für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Im Westen Wiens, am Rand des gründerzeitlichen, dicht bebauten Stadtgebiets, wurden zwei Kasernen ausgewählt, welche direkt nebeneinander liegen.
Die methodische Vorgangsweise ist folgende: Nach einer Analyse aller Wiener Kasernen wurden zwei Areale ausgewählt, welche umgenutzt werden können. Darauf folgt eine Analyse über das Gebiet, bevor die Auseinandersetzung mit dem Städtebau stattfinden kann. Nach einer typologischen Annäherungen mit verschiedenen Varianten werden im Entwurf Antworten auf die städtebaulichen Fragestellungen gefunden. Als Beweis und Weiterführung des übergeordneten Entwurfs zeigt die Arbeit am Ende einen konstruktiven Entwurf eines Gebäudes.