Bilder Diplomarbeit

Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich Städte, die von rückläufigen demographischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, also von Schrumpfungsprozessen betroffenen sind, zu einem Phänomen globalen Ausmaßes entwickelt. Viele Städte konzentrieren sich bei der Lösung der schrumpfungsbedingten Probleme sehr einseitig auf städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Konzepte und setzen in erster Linie dort zur Heilung der aktuellen Symptome an. Jedoch ist es im Zusammenhang mit Schrumpfungsprozessen wichtig, Städte nicht ausschließlich als gebaute Umwelt wahrzunehmen, sondern auch als Systeme und Netzwerke. Das bedeutet nicht, dass städtebauliche Maßnahmen keine Rolle mehr spielen, sondern dass sie in ein breiteres Verständnis von Regenerierung eingebunden werden sollen. Um mit den Schrumpfungsprozessen umzugehen, müssen neue Perspektiven für die Stadtentwicklung unter Schrumpfungsbedingungen entwickelt werden und zwar in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller, baulicher und wohnungswirtschaftlicher Hinsicht. Das Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, wie es Leipzig und Manchester gelungen ist die Abwärtsspirale in der Entwicklung zu durchbrechen und welche Bedingungen notwendig waren, um eine Stabilisierung und Regeneration zu erreichen. Das Ziel der Untersuchung ist, nachzuweisen, ob eine eigene ›städtische Kreativität‹ und strategische Planung im Umgang mit schrumpfungsbedingten Missständen existieren und ob diese eine wichtige Rolle bei der Regenerierung gespielt haben.