Schaubild Wohnung 1

Wien erwartet in den nächsten Jahrzehnten einen erheblichen Zuwachs der Bevölkerung und infolge einen erneuten Anstieg auf 2 Millionen. Im aktuellen Diskurs über die Stadterweiterung stehen sich die »Suburbane Stadtausdehnung« und die »Nachverdichtung der Kernzone« gegenüber. Suburbane Stadterweiterungen bedeuten einen erheblichen Grundflächenverlust und neu zu bauende Infrastrukturen. Im Gegensatz dazu steht die Nachverdichtung der Kernzone. Die vorhandene Infrastruktur ermöglicht eine »Stadt der kurzen Wege«. Die Energieeffizienz einer dichten Stadt liefert weitaus bessere Werte und durch die baulichen Sanierungen wird der Wert der Stadt erhöht.
Im ersten Teil der Arbeit wird die Ausgangslage Wiens erläutert und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Stadterweiterungsmodelle beschrieben. Weiters wird die Wiener Gründerzeit und ihre Gebäude näher beschrieben und analysiert. Im letzten Kapitel wird die Gesetzeslage bezüglich des Wiener Dachgeschoßausbaus erläutert und auf die Problematiken im Planungsverlauf und in der Ausführung hingewiesen.
Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit der praktischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Der Entwurf eines Dachgeschoßausbaus eines Wiener Gründerzeitgebäudes zeigt die architektonische Umsetzung. Es wird demonstriert, wie Alt und Neu miteinander verknüpft werden können und wie die Schwächen des einen mit den Stärken des anderen ausglichen werden können.