Haupteingang Bahnhof Shimokitazawa

Das beliebte Tokioter Viertel Shimokitazawa ist nur drei Minuten mit dem Expresszug von Shinjuku, dem größten Bahnhof der Welt, entfernt. Dieser Ort wurde stark von zwei sich kreuzenden Zuglinien geprägt. Eine davon wird ausgebaut und in den Untergrund verlegt.
Meine Diplomarbeit behandelt das von seiner Existenz bedrohte Stadtviertel und versucht im Speziellen ein sanftes Nachverdichtungskonzept vorzuschlagen. In der Mitte der Zugstrecke liegt der Fokus des Entwurfes, das Viertelzentrum mit dem Umsteigebahnhof Shimokitazawa. Genau hier wird ein neues sichtbares Zentrum geschaffen, das auf die bestehenden Gegebenheiten Bezug nimmt und zusätzlich Funktionen ergänzt, die für die Region einen Mehrwert darstellen. Es werden erstmals Plätze geschaffen, der Natur Raum gegeben und somit lokale Defizite abgebaut. Im 1,5 km langen landschaftlichen Gesamtkonzept wird, nach dem Vorbild von Bürgerinitiativen, auf das Schaffen von Grün- und Erholungsraum großen Wert gelegt.
Dies wird mit einem kleinstrukturierten Geflecht aus modularen Baukörpern, Wegen, Stiegen und dem Tragwerk umgesetzt. Die Gestaltungskriterien leiten sich aus regionalen Merkmalen, wie Straßenbreiten, Gebäudegrößen und deren Zwischenräumen, ab. Der Stadtteil wächst langsam modular, nach den Wünschen der BewohnerInnen, in die Höhe und fügt sich in Baulücken und Nischen ein. Sie führen Shimokitazawa in die dritte Dimension und machen den Ort so neu erfahrbar.