3D Schnitt – Überbauung der Gleisanlage

Zur innerstädtischen Nachverdichtung wird der, durch die Gleisanlage in zwei Teile getrennte, 15. Bezirk in Wien durch eine Überbauung verbunden. Der neu entstehende Stadtteil ist durch Fußgängerstraßen auf mehreren Ebenen organisiert und schafft für die Öffentlichkeit neue Orte der Wahrnehmung der Stadt. Durch die vertikale Organisation von Verkehr und Fußgängerstraßen können auf kürzestem Weg unterschiedliche Funktionen, wie Wohnen, Arbeiten, Gewerbe, Bildung und Kunst, erreicht werden.
Auf eine städtebauliche Definition von Bauplätzen sowie deren Funktionen und Verbindungen, auf den unterschiedlichen Erschließungsebenen, folgt ein Entwurf in größerem Maßstab zu einem Ausschnitt des Planungsgebiets.
Wenn innerstädtisch mehrere Geschoße hoch gebaut wird, ist ausschließlich eine einzige öffentliche Erschließungsebene für die Stadtbewohner sowie für den Individualverkehr nicht zweckmäßig, da lange Wege entstehen und kaum eigene Fußgängerzonen möglich sind. Der öffentliche Raum wird reorganisiert und auf mehreren Ebenen zugänglich gemacht. Dadurch erschließen sich für die Stadtbewohner neue Orte der Wahrnehmung von öffentlichem Raum und neue Aussichten können von jedem erlebt werden.
Den Stadtbewohnern soll innerstädtischer privater Grünraum zur Verfügung gestellt werden. Völlige Privatheit trotz Verdichtung sollen Hofhäuser bieten. Für eine dichte Bebauung und Wohneinheiten mit geringerer Nutzfläche sollen Wohnhöfe mit eigenen Gärten für jede Wohneinheit entstehen.