Umgebungsmodell 1:2000

Der ländliche Raum unterliegt einem Nutzungswandel. Wirtschaftliche, kulturelle und demographische Entwicklungen haben den Alpenraum im letzten Jahrhundert transformiert. Zahlreiche Ortskerne in ruralen Gebieten sind durch Abwanderung und Verlagerung diverser Funktionen durch Leerstand geprägt. Diese Arbeit behandelt dieses Phänomen der räumlichen Entwicklungen anhand von Bad Gastein.
Bad Gastein, eine ›Mini-Metropole‹ mit urbanem Flair und alpinem Bergpanorama, zählt zu den ältesten Tourismusorten Österreichs. Die heutige Gestalt des Ortes ist geprägt von einem Wasserfall und Architekturen aus unterschiedlichen Epochen, die im historischen Zentrum zu einem großen Teil seit Jahren leerstehen. Am Bahnhofsplateau entsteht ein neues Zentrum. Bad Gastein ist ein Ort, der nicht mit anderen alpinen Resorts vergleichbar ist. Diese Arbeit macht die Frage, wie sich dieser Ort aus städtebaulicher Sichtweise weiterentwickeln kann, zum Thema.
Bad Gastein bildet einen spannenden und heterogenen Raum, jedoch ohne Perspektiven. Defizite und Potentiale werden durch eine intensive Analyse aufgezeigt. Durch unterschiedliche Maßnahmen und Maßstäbe sollen Strukturen geschaffen werden, die positive Prozesse anregen und das Bewusstsein und die Wahrnehmung für diese Ressourcen schärfen. Das Gebaute ist der Ausgangspunkt. Es scheint notwendig durch Veränderung Raum für bestehende Strukturen zu geben. Bad Gastein ist ein besonderer Ort der auf irgendetwas zu warten scheint …