Römerstadt Aguntum Schutzhaus

Gegenstand dieser Diplomarbeit ist eine kritische Betrachtung von Schutzbauten zur Erhaltung archäologischer Befunde in situ. Mit der Entscheidung historische Befunde nach der Freilegung weiterhin sichtbar zu behalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen muss für diese zeitgleich ein Erhaltungskonzept angedacht werden, denn das Freigelegte hat generell die Tendenz sich weiter aufzulösen. Eine dauerhafte Erhaltung ist meist nur mit Hilfe von Schutzbauten möglich. Die Tatsache, dass viele Schutzbauten ihre Funktion nicht oder nur mangelhaft erfüllt haben und nach einiger Zeit erneuert bzw. umgebaut werden mussten zeigt, dass es einer umfassenden Planung vieler Fachgebiete bedarf, um zu guten Ergebnissen zu kommen.
Es wurden eine aussagekräftige Reihe bestehender Schutzbauten in Deutschland, Österreich und der Schweiz analysiert und Fachgespräche geführt, um herauszufiltern welche Kriterien einen ästhetischen und funktionierenden Schutzbau definieren. In weiterer Folge wurden positive und negative Aspekte
bisheriger Schutzbauten erfasst. Die Erkenntnisse daraus sollen in die zukünftige Planung von Schutzbauten einfließen und diese verbessern.