Lage von Buenos Aires an der Deltamündung des Río de la Plata

Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires befindet sich am Ufer des Río de la Plata, einer außergewöhnlich breiten Flussmündung. Das gegenüberliegende Ufer ist aufgrund der Entfernung kaum sichtbar, daher wird das Ufer von Buenos Aires oft als Küste bezeichnet. Als koloniale Hafenstadt gegründet, verfügte Buenos Aires einst über eine sehr enge Beziehung zum Wasser. Im letzten Jahrhundert kam es im Zuge der Industrialisierung zur Minimierung der ans Wasser grenzenden öffentlichen Räume sowie zur Verschmutzung der Uferbereiche. Heute ist das Ufer schwer zugänglich und durch räumliche Barrieren vom urbanen Leben entkoppelt.
Der Schwerpunkt der Diplomarbeit liegt auf einer detaillierten städtebaulichen Analyse des Uferbereiches und des angrenzenden Stadtraumes, in der die Ursachen und Auswirkungen der mangelnden Beziehung von Buenos Aires und dem Río de la Plata erörtert werden. Darauf aufbauend wird ein strategisches Konzept zur neuerlichen Verknüpfung der Stadt mit dem Fluss erarbeitet. Dafür werden Ziele für die städtebauliche Entwicklung des Küstenbereiches und des angrenzenden Stadtraumes formuliert und geeignete Maßnahmen für deren Umsetzung auf verschiedenen städtebaulichen Planungsebenen vorgeschlagen. An drei ausgewählten Orten der Küste werden Zukunftsszenarien entworfen und Auswirkungen der Maßnahmen dargestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der, tatsächlich für die Bewohner spürbaren, Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit der Küste.