Graphnetzwerk – Übersicht und Abhängigkeiten der Subsysteme

Unter der Annahme, dass die Kombination des Problemlösungsvermögens des menschlichen Gehirns und der Rechenkapazität des Computers komplexere Entwurfslösungen mit höherer Qualität entstehen lässt, diente die vorliegende Arbeit als Experimentierfeld, mit dem Ziel zu ermitteln, welche Entwurfsprozesse in Regeln gefasst und automatisiert verarbeitet werden können und welches Ergebnis dadurch erzielt werden kann bzw. wo ›manuelle‹ Vorgänge notwendig oder sinnvoll sind. Weiters galt es zu überprüfen, ob der Vorteil einer algorithmischen Definition, Änderungen im Entwurfsprozess schnell am Endergebnis überprüfen zu können bzw. die Reduktion von zeitintensiven Iterationen von manuellen Vorgängen, den Mehraufwand einer solchen aufwiegt.
Es entsteht ein Prozessnetzwerk als Entwurfssystem, bestehend aus Informationsknoten und deren Beziehung zueinander, die in Summe den Themenkomplex definieren und durch Prozeduren verarbeiten. Dieses interaktive Prozessnetzwerk soll konzeptionelle, diagrammatische, geometrische Überlegungen miteinander verknüpfen, verarbeiten und ein emergentes Ergebnis liefern. Es können so Änderungen der Entwurfsparameter am Endergebnis überprüft werden und die oft lineare Abhängigkeit von Entscheidungen des konventionellen Entwurfsprozesses wird weitgehend aufgehoben.
Dies wird am konkreten Beispiel eines Integrationshauses für das Burgenland erprobt und es werden beispielhafte Ergebnisdiagramme dargestellt.