Konzept-Skizzen – Verlängerung der Uferlinie und Heranrutschen des Restaurantgebäudes ans Wasser

Diese Arbeit untersucht die seltenen öffentlich zugänglichen Uferflächen des, im oberösterreichischen Salzkammergut gelegenen, Attersees sowie die Hintergründe, die zu dieser räumlichen Situation geführt haben. Dazu wird die Entwicklung im 19. Jahrhundert von der Agrarlandschaft hin zur Sommerfrische-Region betrachtet. Zu dieser Zeit wurden viele Seegrundstücke von wohlhabenden Städtern gekauft und darauf Sommervillen mit großen Gärten errichtet. Diese Arbeit fokussiert auf einen 30.000 m² großen, heute öffentlichen Badeplatz unweit der Insel Litzlberg. Im theoretischen Teil der Arbeit wurden Entwicklungen untersucht, die den heutigen Raum bestimmen. Im zweiten Teil der Arbeit wurde ein Entwurf erarbeitet, der die Uferfläche dieses Areals durch eine, sich in den See verzweigende, Steganlage vergrößert. Diese Maßnahme erlaubt das Reaktivieren einer aufgelassenen Schiffsanlegestelle des Rundfahrtschiffes. Die entstehenden Orte, wie Aussichtsplattformen, Stege und Plätze, am Wasser bilden neue Aufenthaltsbereiche mit hohem Erholungswert für Badegäste und Spaziergänger. Das bestehende Buffet-Restaurant weicht einem, direkt am Wasser gelegenen, Restaurantgebäude mit Besucherterrassen, Bootsanlegeplätzen und ganzjähriger Nutzungsmöglichkeit.
Die vorgeschlagene Lösung ist nicht nur Konsequenz einer genauen Untersuchung des Areals, sondern zeigt auch die Machbarkeit einer attraktiven und sozial verantwortungsvollen Variante, zur Reaktivierung eines Ortes mit enorm hohem Potential, auf.