Grundriss: Variante 1 von 5 »Zwei-Parteien-Wohnhaus«

Schon in den 80er Jahren erkannte man in Niederösterreich das Problem des Aussterbens der Dörfer. Vereine und Initiativen starteten mit der Umsetzung innovativer Ideen innerhalb der Dorfgemeinden. Es entwickelte sich ein Bewusstsein um die Notwendigkeit der Entwicklung neuer raum-und ordnungspolitischer Programme.
Ziel der Diplomarbeit ist es, dass Interesse am ›Leben am Land‹ zu reaktivieren und durch den Umbau der Bestandsgebäude im Ortskern eine Alternative zum
Grünlandverbau aufzuzeigen. Anhand des Objektes Althöflein 104 im nördlichen Weinviertel sollen fünf verschiedene Entwürfe die Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten eines solchen Bauernhofes aufzeigen. Die Art der Nutzung reicht dabei von einfachem Wohnen bis hin zu touristischer Nutzung und betreutem Wohnen.
Beispielhaft für viele ähnliche gesellschaftliche, städtebauliche und architektonische Situationen der Gegenwart soll diese Arbeit Anregung sein, das architektonische Kulturerbe des Weinviertels zu erhalten und das Bewusstsein für den sanften Umgang mit vorhandener Bausubstanz zu stärken.
Die Aufforderung, vorhandenes Wohnraumpotenzial in Form von Leerständen bestandsgerecht und sinnvoll zu nutzen, kann ausgestorbenen Orten ihre Identität zurückgeben und seinen Bewohnern wieder eine positive Wahrnehmung des Ortes vermitteln.