Darstellung der Konzepte und deren Zusammenhang

Dieser Entwurf stellt ein neues Wohnkonzept für Menschen mit Demenz dar. Die Analyse des Krankheitsbildes zeigt, dass das ganz spezielle Bedürfnis Demenzkranker darin besteht, körperliche und geistige Aktivitäten weiterhin in einem für sie angepassten Wohnumfeld auszuführen. Dies hat die positive Folge, dass der Krankheitsverlauf verlangsamt werden kann und die Lebensqualität sowie Integration in die Gesellschaft verbessert wird.
Das Konzept des Dorfes bietet den Bewohnern die Chance ihr normales Leben weiterzuführen. Alle Aktivitäten die sie im alltäglichen Leben finden, wie Supermarkt, Friseur, Café, Atelier und Restaurant, sollen sie auch im Demenzdorf ausführen können. Gleichzeitig sollen auch Menschen, die nicht im Dorf wohnen, in das Gebiet geleitet werden und an den Aktivitäten teilhaben. Diese sind durch die Anordnung der Baukörper um einen Platz gegliedert und bilden einen übersichtlichen Rundgang durch das Dorf. Durch die Auflösung der Architektur entstehen Nischen, welche unterschiedliche Charakteristiken aufweisen. Da Demenzkranke sensibler auf ihre Umwelt reagieren, gibt ihnen dies die Möglichkeit je nach Empfinden den passenden Ort zu finden.
Die Bewohner des Dorfes haben die Möglichkeit weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ohne aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden. Dies gibt der Bevölkerung Anlass ihren Standpunkt gegenüber Demenzkranken zu überdenken und die Grenzen zu ihnen auflösen. Denn durch die, von den erkrankten Personen wahrgenommene, Ausgrenzung verlieren diese noch schneller die Fähigkeit, die Umwelt wahrzunehmen und sich in ihr zurecht zu finden.