Wasserschloss Kaiserbrunn (© Chr. Höller in Mihatsch, Carl(Hrsg.); Der Bau der Wiener Kaiser Franz Josefs‐Hochquellen Wasserleitung (Band 2); Wien 1881.)

Die erste Wiener Hochquell-Wasserleitung entstand aus dem Bedarf an Wasser in ausreichender Menge, vor allem in Hinblick auf die Stadterweiterung. Durch die hohe Qualität des Wassers konnten Epidemien und langfristig schädliche Stoffe leichter vermieden werden.
Das Notwendigkeit eines Projekts führt selten zu einer Umsetzung. Das Projekt der ersten Wiener Hochquell-Wasserleitung wurde von Unternehmen und namhaften Architekten mitgestaltet, aber die Vision wurde vor allem durch politische Entscheidungsträger vorangetrieben. Sie waren sich ihrer Rolle durchaus bewusst (1) und teilten sich die Aufgaben auch auf: »Suess sollte die wissenschaftlich-technischen, Fellner die finanziellen und Felder die juristisch-administrativen Fragen übernehmen.« (2)
Die technischen, wissenschaftlichen und politischen Leistungen ebenso wie die soziale Nachhaltigkeit betrachtend, erscheint die erste Wiener Hochquell-Wasserleitung als besonders. Unbestritten auf jeden Fall ist, dass sich das Wasser für die hohe Lebensqualität Wiens mitverantwortlich zeichnet.