Projektschema

Der Tsukiji-Fischmarkt in Tokyo ist der größte und wohl bekannteste Fischmarkt der Welt. Das ca. 27 ha große Areal ist hektischer Knotenpunkt, Arbeitsplatz für tausende Händler und Großhändler, Spiegel der Weltmeere, kulinarischer Feinkostladen und Schauplatz etlicher Mythen und Dramen. Einer der wenigen wirklichen Orte, geschichtsträchtig und verrucht, die Tokyo noch bleiben. Jetzt soll er für Olympia und eine weitere Schnellstraße die Stäbchen abgeben. Undenkbar!
Tokyo Fish City wehrt sich dagegen und versucht aus dem alternden Konglomerat mit der zentralen, Bauhaus inspirierten Fisch- und Meeresfrüchtehalle einen Hybriden zu entwickeln, einen Prototypen für den Fischgroßmarkt des 21. Jahrhunderts. Dieser soll sich als eigener Stadtteil von Tokyo etablieren, mit unterirdischem Logistikkonzept (U-Bahn basiert), integriertem Aquafarming, neuen Auktionshallen, einem Anlegeplatz für Schiffe inklusive Besucherhafen, einem eigenen Museum über die Fisch- und Samuraikultur der Stadt und einer über 4 km langen Passage, die durch alle Gebäude führt.
Der erneuerte Stadtteil kann als Infrastruktur ebenso funktionieren wie als Symbol und Teil der erlebbaren Meereskultur Japans, geeignet für Professionisten, erfahr- und spürbar für die Tokyoter und ein Erlebnis für Besucher. Nicht zuletzt will dieser Stadtteil ein Bindeglied zwischen der Stadt, dem Meer und der Natur sein, was alleine schon die Lage ›in‹ Tokyo, ›an‹ der Tokyo-Bay und ›vis-a-vis‹ dem historischen Hama-Rikyu-Garten ermöglicht.