Schaubild

Das Freiwerden von innerstädtischen Flächen durch den Abzug von Industrie und Gewerbe aus den Stadtzentren sowie die Umstrukturierung der zuvor notwendigen Verkehrs- und Infrastruktureinrichtungen stellt viele Städte vor die Herausforderung, für die daraus resultierenden Brachflächen neue Konzepte zu entwickeln. In Linz bietet sich die Möglichkeit, auf einer Teilfläche des ehemaligen Frachtenbahnhofs einen neuen Stadtteil zu entwickeln. Entgegen den gängigen Konventionen ist diese Arbeit ein Versuch, neue Möglichkeiten für städtebauliche Probleme zu erarbeiten und damit einen Prototyp für Linz zu generieren.
Eine Neuinterpretation von öffentlichem Raum bezüglich des Zusammenspiels von Wohnen, Arbeiten und Infrastruktur bildet die Basis für lebendige Städte. Das Einbeziehen umliegender Stadtteile und Bezirke in neue Konzepte stellt eine nachhaltige Aufwertung des gesamten Stadtraums dar.
Der Trend der Abwanderung aus den Städten in die Vorstädte und Umlandgemeinden ist ein weit verbreitetes Problem, welches in Linz besonders deutlich zu erkennen ist. Zersiedelung und ein hohes Pendleraufkommen sind die Folgen der bisherigen Entwicklung. Um dieser Tatsache entgegen zu wirken, gilt es neue Ansätze zu erarbeiten und das bestehende Bild von Stadt und Stadtraum zu überdenken. Nicht die Trennung von Funktionen, sondern das bewusste Durchmischen lassen neue Begegnungen zu und tragen zur kontinuierlichen Bespielung des Stadtraums bei.