Außenrendering und die grobe Entwicklung des Baukörpers

Thema der vorliegenden Masterarbeit war der Entwurf eines Literaturzentrums in Glasgow, Schottland. Ziel des Projektes war es, der vormals sowohl wirtschaftlich als auch kulturell blühenden Metropole ein Stück ihres früheren Glanzes zurück zu geben.
Im 20. Jahrhundert avancierte Glasgow durch seine Schwerindustrie zu einer der reichsten Städte Europas, in der sich mehr und mehr LiteratInnen, PoetInnen und JournalistInnen ansiedelten, welche durch dieses oberflächlich ›harte Pflaster‹ Inspiration fanden. Die Stadt behauptete sich bald als eines der wichtigsten Literaturzentren Großbritanniens und präsentierte sich auch über die Landesgrenzen hinaus dementsprechend. Mit dem Niedergang der Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es ruhiger um Glasgows LiteratInnen. Nur langsam erholt sich die Stadt und versucht mittlerweile mit gezielten Bauprojekten und kulturellen Aktivitäten eine ›neue-alte‹ Identität zu stiften.
Genau an diesem Punkt kommt nun mein Projekt ins Spiel und versucht sich in diesem Wiedererstarkungsprozess zu platzieren. Das Bauvorhaben will zum einen durch das Programm in der Stadt kulturell verwurzelte Aspekte miteinbeziehen, zum anderen durch seine Formensprache als auch Materialität das alte, ›raue‹ Glasgow aufgreifen sowie einen möglichen künftigen, identitätsstiftenden Weg in der Stadtentwicklung aufzeigen.