Schaubild – Ehemalige Diemgasse

Vor den beiden Weltkriegen war Wohnen und Arbeiten in Döbling stark miteinander vermischt. Eine Vielzahl von Fabriksanlagen mit rauchenden Schloten prägten die Landschaft und sorgten für den nötigen, wirtschaftlichen Aufschwung. Durch die immer größer werdende Nachfrage an Wohnraum und der Umsiedlung der Industrie an leistbarere Standorte gibt es heute nur noch wenige geschichtsträchtige Fabriksgebäude in Döbling. Anhand der ehemaligen Seidenfärberei, zwischen der Heiligenstädter Straße und dem Donaukanal, wird eine Alternative zum praktizierten Komplettabriss mit darauf folgender Errichtung einer neuen Bebauung gezeigt. Die ehemalige Funktionsvermischung wird erneut als Konzept aufgegriffen und der Bestand, kombiniert mit einem Neubau, in einen emissionsfreien Arbeits- und Wohnort für junge Unternehmer der Kreativbranche umgestaltet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem System, welches Flexibilität durch die Möglichkeit der E­rweiterung von Wohn- und Arbeitsflächen anbietet. Der öffentliche Freiraum soll hierbei in Verbindung mit einer Vielzahl an gemeinschaftlichen Innen- und Außenräumen einen Puffer mit sozialer Schnittstelle zwischen den beiden Funktionen schaffen.