Perspektivschnitt durch den Hof

Die Arbeit handelt von der baulichen Aufwertung des Schweden- und Morzinplatzes. Die Erforschung des Ortes ergibt, dass dieses Areal am Rande der Innenstadt schon immer eine Übergangszone war, die im Laufe der Zeit verschiedene Großinfrastrukturen der Stadt, wie Häfen, Maueranlagen oder Bahnhöfe, beherbergte. Dies erklärt die Vernachlässigung des Kais, insbesondere seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Das Projekt schlägt vor, das Kai als den fehlenden Abschnitt der Ringstraße zu interpretiere, und diese folgerichtig letztendlich zum Kreis zu schließen. Ein großmaßstäblicher Innenstadtbau fasst den Schweden- und Morzinplatz in angemessener Weise, die unklare Leerstelle am Schwedenplatz wird wieder zum selbstverständlichen Teil des Stadtgefüges. Der Neubau ist ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus. Das Erd- und Mezzaningeschoß umfassen Geschäftslokale. In der Fassade wird diese Zone durch den Sockel abgebildet. Darüber folgen vier große Bürogeschoße. Die obersten zwei Geschoße beinhalten Maisonettewohnungen. Verbunden werden diese unterschiedlichen Nutzungen durch einen großen, zentralen Hof, der vertikal durch drei Stiegenhäuser erschlossen wird. Das Volumen des Gebäudes am Schwedenplatz wird von zwei Parametern bestimmt. Der erste ist ein städtebaulicher, die unregelmässige Fassade ergibt sich aus Straßen- und Abstandslinien. Der zweite ist ein den Bau durchziehendes Raster von 7,2 m, das das Gebäude im Inneren organisiert.