Visualisierung der unterschiedlichen Varianten der Synagogen im städtebaulichen Kontext

Von den Gemeinden Oberwaltersdorf und Ebenfurth gibt es Überlieferungen, welche jüdische Ansiedelungen während des Mittelalters und der frühen Neuzeit belegen und Synagogen erwähnen. In dieser Arbeit werden die bekannten Synagogen, an den Standorten Oberwaltersdorf in der Badener Straße 13 und Ebenfurth in der Annagasse 2, virtuell rekonstruiert. In Oberwaltersdorf könnte am angeführten Standort in beiden Epochen eine Synagoge existiert haben. Von Ebenfurth ist belegt, dass die Synagoge, welche sich an der Stadtmauer befunden hat im Zusammenhang mit der jüdischen Besiedelung im 17. Jahrhundert steht. Deshalb ist diese der frühen Neuzeit zuzuordnen. Da bei der Quellenforschung nur unzulängliche Informationen über beide Objekte zur Zeit der Synagogennutzung zu Tage kamen, wurde ein ausführliches Studium von Referenzobjekten durchgeführt, welches die Basis für die Rekonstruktionen darstellt. Einzelne Merkmale, wie der städtebauliche Kontext, der Grundriss, die Gestaltung und Ausrichtung des Eingangs, die Gestaltung der Fensteröffnungen und der Ostwand, das tieferliegende Bodenniveau, die Gewölbeformen, die Gebäudehöhe und Dachform sowie die Innenraumgestaltung und die Frauensynagoge und Mikwe, wurden untersucht und verglichen. Die daraus erlangten Informationen wurden auf beide Standorte übertragen. Für Oberwaltersdorf wurden drei Varianten und für Ebenfurth eine Varianten entwickelt. Die 3D-Modelle wurden mit dem Programm ArchiCAD erstellt und abschließend mit Artlantis visualisiert.