Visualisierung

Essen nimmt seit jeher in der polnischen Kultur eine wesentliche Rolle ein. Nicht nur an christlichen Feiertagen, sondern auch im Alltag wird es zelebriert. In Polen übernehmen in den letzten Jahren große Supermarktketten wie Carrefour oder Auchan die Vormachtsstellung. Während in Österreich und in anderen westlichen europäischen Ländern der Trend zu regionalen und biologisch angebauten Produkten stetig wächst, steigt in Polen die Begeisterung für große Supermärkte und deren große Auswahl an Produkten aus der ganzen Welt zu mehr oder weniger günstigen Preisen. Verwunderlich ist das nicht, denn der Kommunismus und die Versorgungskrise in den 90er Jahren haben das Bewusstsein der Polen deutlich geprägt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die polnischen Traditionen zum Thema Essen nicht durch den Massenkonsum und die Globalisierung in Vergessenheit geraten.
Durch meinem Entwurf möchte ich die polnische Lebensmittelproduktion von Bauern aus näherer Umgebung, den traditionellen Lebensmittelmarkt, die Lebensmittelmanufaktur und auch das gemeinsame Kochen und Essen fördern. Aufgrund der Verknüpfung dieser Funktionen entsteht ein Ort der Begegnung, der überrascht, verbindet, zu Kreativität und Innovation animiert und gleichzeitig an die Traditionen erinnert. Das innovative gastronomische Konzept – die Fusion von Marktständen, Kochschule, Kochworkshops und Restaurant – zieht den Besucher vom Einkauf zur Kochstunde und schließlich zum kulinarischen Genuss.