Das Projekt behandelt die Stadtentwicklung strukturarmer Gebiete von Entwicklungsländern und deren Megastädten am Beispiel der Slum-Community Ajegunle Lagos, Nigeria. Die Arbeit hat die Entwicklung und den Entwurf einer partizipativen städtebaulichen Organisationseinheit zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen des Slumgebiets ›Ajegunle‹ zum Thema.
Als Schnittstelle zwischen formeller und informeller Stadtverwaltung wird durch die Verwendung vorhandener Ressourcen und gezieltes lokales Handeln die fehlende notwendige Grundversorgung gewährleistet. Für den Kontext wurde exemplarisch eine Gemeinschaftsversammlungs- und Anlaufstätte, gekoppelt mit Kleinstwohneinheiten, entwickelt. Dieser Community Hub reagiert vorwiegend auf die infrastrukturellen Herausforderungen und die prekäre Wohnraumsituation vor Ort.
Grundversorgungselemente, wie elektrische und thermale Energie sowie die Aufbereitung von Trink- und Duschwasser sollen für den bedürftigsten Teil der Bevölkerung, annähernd CO2-neutral durch ein autarkes Biogas-Blockheizkraftwerk-Energiesystem, betrieben durch menschliches Exkrement und organische Abfälle, zentral zur Verfügung gestellt werden. Gespeist durch flächig verteilte sanitäre Einrichtungen, können so gleichzeitig verheerende hygienische Bedingungen vor Ort verbessert werden.