Untersuchungsraster: Sozialraumkompass

Sozialräumliche Benachteiligung scheint untrennbar mit Großstädten verbunden zu sein. Der normativ gewünschte Zustand sozialräumlicher Ausgeglichenheit und sozialer Chancengleichheit entspricht jedoch keiner statischen Ruhelage, sondern viel mehr einer labilen Gleichgewichtssituation, welche mit konstanten Anstrengungen aufrechterhalten werden muss. In diesem Zusammenhang zielt das Fachkonzept der Sozialraumorientierung darauf ab, mittels einer fachübergreifenden, quartiersbezogenen Zusammenarbeit der Verwaltung und unter Einbindung lokaler Akteure, Synergieeffekte für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung in den benachteiligten Quartieren zu nutzen. In der vorliegenden Diplomarbeit werden die Prinzipien der sozialraumorientierten Steuerungsansätze auf theoretischer Ebene dargestellt und deren Umsetzung in der Stadterneuerungspraxis in den Quartieren Moabit, Berlin und Simmering, Wien empirisch nach folgenden Schwerpunkten überprüft:

Strategische Steuerungsebene
• Ausrichtung der übergeordneten Programmebenen und Strategien
• Ebenen- und ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Verwaltung

Lokale Umsetzungs- und Handlungsebene im Quartier
• Vorbereitende Untersuchungen
• Fachübergreifende Zusammenarbeit von Planung, sozialer Arbeit und lokalen Akteuren
• Quartiersmanagement
• Finanzierung
• Anlass und Ausmaß der Beteiligung von lokalen Akteuren
• Öffentlichkeitsarbeit und transparentes Wissensmanagement
• Evaluierung und Monitoring
• Verstetigung