Subjektive Wahrnehmung

Skopje als vielschichtige und komplexe Agglomeration stellt aus planerischer Sicht eine große Herausforderung dar. Es gilt, Zusammenhänge zwischen sozialen Konflikten, Naturkatastrophen, städtebaulichen Ansätzen der Moderne, ökonomischen Schwächen und Inkohärenzen der gebauten Struktur herzustellen. Zerrissen zwischen Pathos, Hilflosigkeit und Sehnsucht nach Identität, geprägt durch eine heterogene Bevölkerungsstruktur offenbart sich uns eine stark fragmentierte Stadt, die ihresgleichen sucht.
Die Arbeit darf als eine Rekonstruktion unseres Näherungsprozesses verstanden werden. Sie beginnt mit einem Streifzug durch die Stadt, porträtiert diese und wirft Fragen auf, die mithilfe formaler Instrumente, wie morphologischer und typologischer Untersuchungen, erörtert werden. Anstatt offenkundige Schwachstellen der Stadtentwicklung zu kritisieren, scheint es wichtiger, Alternativen aufzuzeigen, die aus der Logik des städtischen Organismus resultieren könnten. Die Ergebnisse der Auseinandersetzung auf struktureller Ebene sollen das Fundament für die erarbeitete Strategie und deren entwurfliche Umsetzung bilden.
Mit zeitlichem Abstand betrachtet ist unsere Arbeit aber vor allem eines geworden – eine Liebeserklärung an die Stadt Skopje, unsere Erfahrungen und Erlebnisse im Zuge unserer Aufenthalte, aber auch an den Städtebau an sich, der uns das Studium über begleitet und stark in unserem Schaffen geprägt hat.