Lageplan (© Christian Daschek)

Ausgangspunkt für die Arbeit ›Between Waters‹ war ein Wettbewerb für eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer entlang der Amsterdamer Grachten. Die zentralen Bewertungskriterien konzentrierten sich auf Nachhaltigkeit, Ikonographie, zeitgenössische Entwurfsmethoden und den Bewegungsfluss von Passanten. Anhand einer Serie von prozessorientierten Vorentwürfen und Experimenten mit digitalen Entwurfswerkzeugen, wurde ein Konzept entwickelt, welches die Verbindung der Ufer mit einer skulpturalen Installation zur Zucht von Mikroalgen verknüpft. Die Installation dient als Instrument der Lehre über Funktionsabläufe in einem Ökosystem, während sie gleichzeitig zur Regulierung der Wasserqualität des Flusses beiträgt und einen einzigartigen Platz der Naherholung schafft, der ohne eindeutig funktionale Vordefinition auskommt. Leitgebend für den Entwicklungsprozess war der Wunsch den artifiziellen Charakter unserer Umwelt zunehmend zu akzeptieren und sich von innerstädtischen Nachahmungen vermeintlich natürlicher Orte zu verabschieden. Der finale Entwurf wurde mit einem Skript entwickelt, welches es erlaubte zufällig generierte Formen statisch zu evaluieren und die Information darüber an weitere Rechenschritte zu vererben. Dadurch wurde eine hochkomplexe Struktur geschaffen, welche Anleihen an gewachsenen Formen nimmt und dabei eine inhärente strukturelle Logik besitzt, die jedoch für Außenstehende keiner klaren Autorenschaft zuweisbar ist.