Querschnitt durch Auditorium und Höfe

Aus aktuellem Anlass ist das Thema dieser Arbeit die sich verschlimmernde Problematik des Mangels an Zeichensaalplätzen für Architekturstudenten an der TU Wien. Dieses Projekt zeigt einen Vorschlag, den Campus der TU Wien vor Ort am Karlsplatz in Richtung Staatsoper unterirdisch zu erweitern und damit die Sicht auf die Oper freizugeben sowie die Innenstadt und ihre historischen Bauwerke visuell und strukturell besser mit dem Karlsplatz zu verknüpfen.
Die neue Campusstruktur entwickelt sich unterirdisch neben der Karlsplatzpassage und dem Wienfluss und sieht oberirdisch eine Erweiterung des Grünraums Resselpark vor. Dieser weit begrünte »Central Park« fungiert mit seinen unterirdischen, neuen Nutzungen als Verteiler wie Vermittler und bietet neben einer Erweiterung der Kapazität der TU Wien Erholungsmöglichkeiten.
Das ursprünglich aus einem funktionellen und quantitativen Mangel heraus entwickelte Projekt erweitert und bereichert den Ort auf städtebaulicher Ebene. Es ist in einem übergeordneten, multifunktionalen Kontext angelegt, der darauf ausgerichtet ist verschiedene Nutzungssequenzen, Nutzer und Nutzerhierarchien intelligent und effizient zu verbinden und Mehrwert und Aufenthaltsqualitäten zu schaffen. Das Projekt bietet nicht nur einen Lösungsvorschlag im städtebaulichen Maßstab, sondern wagt auch den Sprung ins Detail und dient somit als Anstoß zu Lösungen für die kleinsten vorgesehen Strukturen.