Lageplan von Ildiri und Erythrai

Die Überlagerung von Gegenwart, Antike und deren Konsequenz für die Zukunft ist Inhalt meiner Diplomarbeit.
In der Gegend der westlichen Mittelmeerküste, die früher als Ionien bekannt war, liegt heute das türkische Fischerdorf Ildiri. Ildiri wurde im späten 18. Jahrhundert
auf und zum Teil aus den Ruinen der antiken, ionischen Stadt Erythrai errichtet. 1981, kurz nach der Wiederentdeckung Erythrais, wurde zum Schutze der archäologischen Funde ein Bauverbot über das Gebiet verhängt. Das, seit über 30 Jahren währende, Bauverbot bewahrt zwar kulturelles Erbe der Antike, verursacht aber gleichzeitig Probleme für das moderne Dorf Ildiri, dessen Bausubstanz, Infrastruktur, Landwirtschaft und Dorfbewohner.
Die Themen die aus dem Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart entstehen, werden unter baugeschichtlichem und soziokulturellem Aspekt, dem Aspekt des internationalen Kulturgüterschutzes, dem Aspekt der derzeitigen Rechtslage in der Türkei, auf städtebaulicher Ebene und aus der Sicht der nachhaltigen Dorfentwicklung analysiert. Anschließend sind ausgewählte Beispiele zur nachhaltigen Dorfentwicklung, zum Umgang mit archäologischen Funden und zum bautechnischen Umgang mit bestehenden Strukturen angeführt. Basierend auf der umfangreichen, theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema wird aus der Vergangenheit und der Gegenwart des Gebietes ein Konzept für eine gemeinsame Zukunft von Ildiri und Erythrai entworfen.