Schaubilder

Sakralbauten haben mich von Anfang an fasziniert – wer sie mit Funktion begründet, stellt sie zur Disposition. Vielleicht bin ich deshalb so fasziniert von ihnen – von Räumen ohne »Funktion«.
Die Aufgabenstellung lautet, die Situation Dorf-Kirche-Pilgerweg genau zu untersuchen und einen geeigneten Lösungsansatz für vorhandene Probleme zu finden. Aus der Analyse lässt sich ableiten, dass hier vielmehr als nur eine größere Kirche gebraucht wird. Schon Nolliys Plan von Rom 1748 sieht das »Haus Gottes« als öffentlichen Raum – meine Idee ist es, einen (Begegnungs-)Ort für Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zu schaffen.
Der Weg als gemeinsames Symbol und Bindeglied aller Glaubensrichtungen ist das logische Leitbild des Entwurfs. Das Eintreten in ein Gebäude ist kein statischer Prozess, Architektur wird in Bewegung erlebt. Um in Bewegung zu bleiben, muss eine Schwelle überschritten werden. Ein Schwellenbereich ist der Übergang von Immanenz zu Transzendenz. Ein Prozess der eine gewisse (Auf-)Lösung beschreibt – starre Muster werden in freie, gelöste Bewegungen umgewandelt. Diese (Auf-)Lösung manifestiert sich in Konzept und Entwurf.