Zielsetzung – In städtischer Lage entsteht durch das Bildungszentrum eine Art Marktplatz mit vielfältigem Angebot

Im Zuge der vorliegenden Diplomarbeit wurde der architektonische Entwurf eines Bildungszentrums im Wiener Quartier St. Marx entwickelt. Dieses funktionsübergreifende Projekt umfasst eine Grundschule mit integriertem Kindergarten und halböffentliche Bereiche, wie ein Nachbarschaftsrestaurant, eine Stadtteilbibliothek und eine Sporthalle, die für außerschulische Veranstaltungen genutzt werden kann. Diese Zonen besitzen jeweils zwei separate Eingänge, durch die zwischen schulinternem und -externem Betrieb reibungslos geschaltet werden kann. Wohnen wurde als eigenständiger Teil des Projektes in das Raumprogramm integriert, dabei wurden gezielte Begegnungspunkte zwischen den verschiedenen Bereichen geschaffen. Durch Gliederung der Freiräume auf städtebaulicher Ebene soll ein ungestörtes Nebeneinander ermöglicht werden.
Als theoretische Grundlage für das Projekt wurden neue Erkenntnisse der Bildungstheorie sowie Bildung als gesellschaftliches Phänomen näher betrachtet. Es wurde versucht zu analysieren, welche Rolle Bildungsraum in der Stadt einnimmt, unter welchen Rahmenbedingungen ein solches Projekt umgesetzt werden kann und ob eine Funktionsmischung zur Qualitätssteigerung beitragen kann.