Schnitt: Intensiv begrüntes Dach auf Gründerzeithaus, 8. Bezirk

Diese Arbeit befasst sich mit Dachfarmen im städtischen Raum. Die verschiedenen Formen, in denen Gemüse heutzutage weltweit auf den Dächern von Städten angebaut wird, werden anhand ihrer technischen Gesichtspunkte und realisierter Beispiele illustriert. Des Weiteren soll eine Analyse von Wiener städtebaulichen Strukturen vermitteln welchen Nutzen Dachfarmen in der Hauptstadt generieren könnten. Drei Fallstudien auf drei Bestandsgebäuden – ein intensiv begrüntes Flachdach eines Gründerzeitgebäudes im dicht bebauten Stadtgebiet, ein Containergarten auf einem mehrstöckigen Wohnhaus in Monte Laa und eine Hydrokultur-Gemüseproduktion in einem Gewächshaus auf einem Hangar der Wiener Linien – sollen die Inanspruchnahme von drei unterschiedlichen Formen von Gemüseanbau auf dem Flachdach veranschaulichen und deren Potentiale aufzeigen.
Drei Potentialfelder wurden heraus gefiltert:
• Erhöhung der Netto-Grünfläche und somit ökologische Vorteile wie Regenwasserspeicherung und Reduzierung des urbanen Hitzeinsel-Effektes.
• Schaffung von zusätzlichem semi-privatem Freiraum und somit die Erhöhung der Wohnqualität in dichter bebauten Gebieten.
• Produktion von Nahrungsmitteln und potentielle neue Geschäftsmöglichkeiten durch gut verwaltete und vermarktete Dachfarmen.