Alltag in der VAU-Kommune

Ziel der Arbeit ist die Schaffung eines gemeinschaftlichen Wohnsystems, das den Aspekt der Selbstversorgung thematisiert. Es gibt immer mehr Menschen, die sich eine alternative Lebensform wünschen, bestehende Konventionen, wie das gängige Arbeitssystem, das Zusammenleben in der Kernfamilie und vieles mehr, in Frage stellen.
Als Bauplatz hat die Autorin bewusst einen urbanen Ort, nämlich Wien, gewählt. Ein Grund dafür ist einerseits die Tendenz, dass immer mehr Menschen in die Stadt ziehen und diese als Wohnort an Popularität gewinnt. Andererseits soll der für Kommunen oft typische Isolationscharakter vermieden werden.
In dieser Arbeit werden einige unterschiedliche Kommunen und ihre Architektur analysiert. Was alle mehr oder weniger gemeinsam haben, ist der Aspekt des gemeinsamen Wirtschaftens. Eine Kommune ist ein in sich geschlossenes, ökonomisches System, das zumindest versucht so autark wie möglich zu sein.
In Gemeinschaftskonzeptionen ist das Thema Privatheit und Individualität ein unumgängliches. Die Architektur entscheidet wie viel Rückzugsmöglichkeit ein Mensch braucht und wo es Abgrenzungen geben muss. Ziel ist nicht, ein ideales Konzept für eine bessere Gesellschaft zu schaffen, sondern eine (von vielen) möglichen Umsetzungen für das Leben in einer arbeitenden Gemeinschaft zu schaffen. Der Entwurf folgt dem Wunsch alternative Ideen zu bestehenden Systemen aufzeigen zu können – mit dem Bewusstsein, dass ein Hauch Utopie mitschwingt.