Modellfoto West

Die moslemische Gemeinde in München versucht seit längerem ein islamisches Gebetshaus für die Münchner Muslime zu bauen, ist aber zweimal schon an der Finanzierung oder dem Bürgerwiderstand gescheitert. Bis heute ist die Landeshauptstadt auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück in Innenstadtnähe.
Mit dem islamischen Zentrum soll ein dem Gebet angemessener Ort für die islamische Gemeinde geschaffen werden. Der Entwurf verbindet ein islamisches Gebetshaus mit einem Zentrum für moslemisch-abendländische Kultur in der Innenstadt. Hier bietet sich der moslemischen Gemeinde Münchens die Gelegenheit, den vielen Nicht-Muslimen den Islam als transparente und friedfertige Religion zu präsentieren.
Das Zentrum bildet ein von Nordwesten erschlossener Gebetsraum mit Foyer und Vorhof, der durch die große Treppe zu den Waschräumen vom Kulturzentrum getrennt wird. Das von Südosten erschlossene Kulturzentrum, bestehend aus Medrese (Koranschule), Bibliothek und Ausstellungsraum, legt sich schützend um den Gebetsraum. Die Koranschule dient in der unterrichtsfreien Zeit auch als Hort. Hier können tagüber Kinder betreut werden und lernen mit neuen kulturellen Einflüssen umzugehen. Der Bauplatz liegt städtebaulich interessant, da mit der Umnutzung des Viehhofes in den nächsten Jahren ein großes Entwicklungsgebiet entsteht. Der Entwurf versucht eine nachhaltige und sozial verträgliche Lösung für die Münchner Bevölkerung.