Grobkonzept

Anhand des Beispiels der Marktgemeinde Traisen in Niederösterreich, wird ein Gegenkonzept zur Zersiedelung im ländlichen europäischen Raum präsentiert. Ausgehend von einer Analyse der Gemeinde, welche die Hochwassergefährdung, Knappheit von bebaubarem Land und die Verinselung von Siedlungsteilen aufzeigt, werden in einem theoretischen Teil Überlegungen zu Stadt, Land und Mobilität angestellt.
Mit den daraus gewonnenen Prinzipien – adäquate, verdichtete Bebauung mit hoher Wohn- und Freiraumqualität, verkehrsberuhigte Zonen, Blickbeziehungen zur Landschaft und vernünftiges Verkehrssystem – wird ein Grobkonzept mit Hauptaugenmerk auf Fuß- und Radfahrerverkehr für die Gemeinde erstellt. Darauf folgt ein Bebauungskonzept für das gewählte Planungsgebiet zwischen altem Ortskern und dem am Rand gelegenen Einkaufszentrum, das diese bisher eigenständigen Siedlungsteile miteinander verknüpft und der Gemeinde die Möglichkeit gibt sich als regionales Zentrum für Einkaufen und Dienstleistungen zu positionieren.
Der Entwurf führt vom Grobkonzept für die Gemeinde über den städtebaulichen Maßstab im Planungsgebiet bis zu einzelnen, exemplarischen Gebäuden mit Funktionsmischung und der Detailplanung eines Dachanschlusses. Er ist nicht als Paradelösung für andere Orte zu sehen, da er maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Gemeinde Traisen eingeht, jedoch sind die grundlegenden Prinzipien durchaus auf andere ländliche Strukturen anwendbar.