Wanderweg

Das gewählte Grundstück, ein ehemaliger kleiner Steinbruch, liegt nördlich der Stadt Krems. Ziel meiner Arbeit ist die Revitalisierung des Hanges, ohne zu große Eingriffe in die umliegende Landschaft. Im Zuge der Entwicklung eines Wohnbaus sollte einerseits die Aussicht auf die einzigartige Kulturlandschaft gewährt und andererseits privater Wohnraum geschaffen werden. Das im Entwurf entstandene Bauvolumen sind zwei beinahe normal zueinander stehende Baukörper, die durch einen gewaltigen Keil zerteilt wurden. Der Spalt bildet ein außenliegendes, überdachtes und natürlich belichtetes Foyer. Dort befinden sich die Einstiege zu den Wanderwegen, die Liftkerne und der Zustieg zur im Spalt liegenden Kletterwand. Die Erschließung löst sich vom Gebäude und wird zu einer autonomen Struktur, die zwischen Architektur und Fels vermittelt. Der sogenannte ›Wanderweg‹ führt von einer halböffentlichen Gemeinschaftsfläche, die zum Verweilen und zum Zuhören des Flusses einlädt, über einen Aussichtspunkt zum Berg hinauf. Die Wohnungen sind ein- bis dreigeschoßig im Baukörper durchgesteckt. Sie sind so konzipiert, dass sich auf der dem Fels zugewandten Seite die Serviceräume, wie Bäder, Abstellräume und Küche sowie die Installationsschächte befinden. Auf der Süd- bzw. Westseite sind die Wohn- und Schlafräume in Richtung Sonne angeordnet.