Modellfoto West

Die Stadt Innsbruck hat mich schon immer fasziniert, einerseits wegen der schönen geographischen Lage innerhalb des Talkessels, andererseits wegen ihrer baulichen Heterogenität im Verhältnis zur recht bescheidenen Ausdehnung. Der Name Innsbruck bezieht sich auf den Fluss Inn, erstaunlich deshalb, dass sich die Stadt immer weiter vom Wasser abwendet, obwohl der Inn viel mehr verbindendes als trennendes Element sein könnte. Die Stadtplanung forciert Initiativen den Inn und sein Ufer innerhalb der Stadt nutzbarer zu gestalten.
Stadt.Land.Fluss befasst sich im ersten Teil mit exemplarischen Realisierungskonzepten. Der zweite Teil, ein architektonischer Entwurf, beschäftigt sich mit dem östlichen Stadtrandbereich am Ufer, wo die gleichen Probleme vorherrschen, wie in anderen Großsiedlungen – Nutzungshomogenität, inadäquate Nutzungen der Erdgeschoßzone, mangelnde Infrastruktur, fehlendes kulturelles Angebot, unüberlegte Parkplatzsituation und die Tendenz zur Segregation ethnischer und sozialer Minderheiten. Um diesen Gegebenheiten entgegenzuwirken werden die derzeit zusammenhanglosen Strukturen aufgegriffen und durch Verknüpfungsachsen am neu angelegten Flussufer zusammengefügt.
In Form eines Hybrids aus Gebäude und Landschaft mit einem zentralen öffentlichen Raum schafft Stadt.Land.Fluss einen für Innsbruck völlig neuen Typus von Freiraum direkt am Ufer, der mit den Nutzungen Kultur, Gastronomie und Wohnen dem Quartier einen neuen Charakter gibt.