Eine Verbindung zwischen Körper, Kleidung und gebauter Umwelt durch eine einfache Struktur zu schaffen, stand im Fokus meines Entwurfs. Mittels Origamifaltung entwickelte ich eine dreidimensionale Struktur, die das Innere vom Äußeren ohne schneiden und kleben trennt und dadurch eine bewegte Grenzfläche entstehen lässt. Durch die Faltung eines ›normalen‹ A4 Blattes entstand, mittels gleichmäßigem Ineinanderstecken der Elemente, eine komplexe Struktur. Ein interessantes Inneres im Äußeren, wie auch ein Äußeres im Inneren, wurde durch das Umstülpen der Struktur vom Rock zum Hocker verstärkt. Der Gedanke dem Objekt ein neues Material zuzuordnen und somit zu ›verfremden‹ reizte mich besonders. Durch die Optik, Haptik, leichte Verarbeitung wie auch Flexibilität sprach das Material für sich. Mit Hilfe der positiven Eigenschaften der Vorentwürfe gelang es mir eine Struktur zu entwickeln, die durch stecken, drehen und falten eine komplexe Geometrie aufwies, besonders stabil und leicht war und sich zu einem anderen Objekt mit nur einem Handgriff transformieren ließ. Die Kombination und Verbindung von der ersten (Körperhaut), zweiten und dritten Hülle (Bekleidung und Gebäude/Objekt) der Architektur spiegelte sich in meinem Entwurf wieder. Mein Ziel war eine Synergie zwischen Mode und Architektur, die Entwicklung neuer Typologien, die Auseinandersetzung mit immanenten und temporären Gestaltkonfigurationen sowie dem Umgang mit dynamischen Kompositionen.