Orientierung, Raumprogramm, Entwurfsidee

Flamenco und Andalusien sind untrennbar miteinander verbunden – er ist die Volkskunst der Andalusier, welche durch die Gitanos im 15. Jahrhundert nach ›al-Andalus‹ kam. Die Stadt Jerez de la Frontera ist die Heimat vieler Flamencokünstler. Was den Künstlern jedoch in ihrer Heimat fehlt, ist der passende Ort um ihre Kunst einem breiten Publikum zu präsentieren.
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Entwurf eines Flamencozentrums im maurisch geprägten Stadtzentrum. Das Flamencozentrum soll ein Ort der Begegnung werden, sowohl für Künstler als auch für Touristen. Der Entwurf beherbergt einen Konzertsaal, eine Tanzschule, ein Museum, eine Bibliothek, ein Forschungs- und Dokumentationszentrum und ein Restaurant. Die baulichen Anforderungen an Gebäude in Andalusien unterscheiden sich maßgeblich zu denen in unseren Breiten. Die Vermeidung sommerlicher Überhitzung ist in diesem Projekt berücksichtigt und wurde nach den Prinzipien der arabischen vernakulären Architektur umgesetzt. Die Bebauungsstruktur der unmittelbaren Umgebung hat den Entwurf geprägt. Die Maßstäblichkeit der umliegenden Gebäude, mit ihren Höfen und Arkaden, findet sich in dem Entwurf wieder. Es bilden sich immer wieder Plätze vor, zwischen und in den Gebäuden, welche überraschende Einblicke in die vielen Hofsituationen eröffnen und zugleich klimabegünstigend wirken.