Verfahren der Datenverarbeitung

Alternative Lesarten von Stadt haben das Potential Auffassungen unserer Lebenswelten zu verändern. Urbane Transformationen werden in aller Regel erst offensichtlich, nachdem sie geraume Zeit auf unsichtbare Weise wirken. Durch das Visualisieren von Inhalten aus Diskursen – deren Raumbezug erst auf den zweiten Blick erkennbar wird – kann ein Beitrag zur Ausdehnung des planerischen Verständnisses und damit des Handlungsspielraumes erreicht werden. Aufgrund der Direktheit und Ungefiltertheit sozialer Medien scheinen sie geeignet das Bild der Stadt zu erweitern. Datenbanken im Hintergrund bilden eine Art Unbewusstsein der User, welches im Folgenden ›psychogeografisch‹ erforscht werden soll. Die Erkenntnisse daraus sollen dann durch Visualisierung wieder in unseren Erfahrungszusammenhang integrierbar werden.
Inwieweit wirkt ein solches Verfahren der Beobachtung auf das Beobachtete zurück? Könnte diese Rückkoppelung gezielt eingesetzt werden, um auf das Untersuchte einzuwirken? Gedankliche Experimente wurden unternommen, um in der nachfolgenden Arbeit konzeptuell wie auch technologisch das beschriebene Feld auszuloten.