Blick auf den Turm und die künstliche Insel während der Flut (© TU Wien)

Der Balkan ist sehr berühmt, berüchtigt für seine Kriegsgeschichte. Man sagt, dass im Schnitt alle 50 Jahre größere Konflikte entstehen. Speziell instabil ist die Lage in Bosnien. Im Laufe der Geschichte haben sich Landesgrenzen aufgrund von Sprache und kultureller sowie religiöser Identität gegründet. Dies war in Bosnien nicht der Fall, dort sind die Grenzen aufgrund politischer Entwicklungen entstanden. In Bosnien treffen verschiedene Religionen aufeinander und die Einwohner identifizieren sich eher mit ihre Religion und nicht mit ihrer Nationalität.
Meine Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Flächenmarkierung mit dem jede Religion etwas anders umgeht. Orthodoxe, Katholiken und Muslime bauen auf unterschiedliche Art und Weise ihre Türme – Glockenturm, Kirchturm, Minarett. Diese Türme konkurrieren in der Höhe und in der Lautstärke der Gesänge, Glocken etc.
Es wird keine Rücksicht auf »Form follows Funktion« genommen und es entwickelt sich eine Kluft und mentale Teilung der Einwohner Bosniens.
Meine Motivation ist, diese geistige Teilung zu überbrücken, mit der Entwicklung eines Denkmals das Harmonie zwischen den Menschen verschiedener Religionen herstellt. Ein säkularer Turm der jedem gehört. Da es drei Religionen sind, die das Land Bosnien prägen, ergibt sich eine Dreiecksgeometrie mit der ich in arbeite. Aufgrund der außergewöhnlichen Idee und Form des Turms wird der Tourismus gestärkt und die schwache wirtschaftliche Lage positiv gefördert.