Konzept und Nutzung des Pocket House

Die Geschichte von ›Pocket House‹:
Am 11. März 2011 traf eines der verheerendsten Erdbeben in Japans Geschichte mit folgenschwerem Tsunami die Nordostküste der Insel schwer. Durch das Studieren einiger Wiederaufbauprojekte von japanischen Architekten konnte eine neue Planungsstrategie für Notunterkünfte und allgemeine Wiederaufbauprojekte entwickelt werden.
Das ›Pocket House‹ ist ein modulares Holzsystem, das in erbebengefährdeten Gebieten als Präventivmaßnahme verteilt wird, um so im Falle einer Katastrophe für notwendige Unterkünfte vorzusorgen. Das Projekt zeigt, wie der Stadtkern der vom Erdbeben erschütterten Stadt Yabuki, in Fukushima Präfektur in Japan, auf nachhaltige Art und Weise von der Gemeinde und ihren Bewohnern selbst wiederbelebt und Schritt für Schritt aufgebaut werden kann.
Die kompakten Boxen sind aus Holz gefertigt und werden zu Beginn, mit unterschiedlichen öffentlichen Nutzungen bespielt, in einem Gebiet verteilt. Bei Bedarf können diese zu temporären Wohneinheiten umfunktioniert und später zu Gemeinschaftszentren zusammengesetzt werden. Durch die Selbsthilfemaßnahmen und starken Zusammenhalt regeneriert sich die Gemeinschaft schneller. Parallel kann der Wiederaufbau beginnen, indem die flexiblen Teile des ›Pocket Houses‹, als charakteristische und permanente Dachlandschaft, ausformuliert werden. So entsteht nicht nur ein nachhaltiges Gebäude, sondern es wird auch ein sanftes Zeichen für die vergangene Katastrophe gesetzt.