Grundriss Erdgeschoß

Die Diplomarbeit behandelt den Entwurf eines interreligiösen Bet- und Lehrhauses für die drei abrahamitischen Weltreligionen, das im zweiten Wiener Gemeindebezirk inmitten der Venediger Au in der Umgebung des Pratersterns situiert ist. Dieser Bezirk weist eine hohe religiöse und ethnische Heterogenität auf, was zum Anlass genommen wurde, diesen neuen Bautypus gerade hier zu verwirklichen.
Das Konzept des Entwurfes beruht auf der Reduktion auf wenige architektonische Elemente. Bestimmende Formen der grundrisslichen Darstellung sind das Rechteck und der Kreis, welche sich in der dritten Dimension als Quader und Zylinder ausbilden. Der alles vereinende Zylinder wird durch die drei, in den Quadern befindlichen, Sakralräume durchbrochen. Dadurch soll der Entwurf verdeutlichen, dass alle drei Religionen ihren Ursprung im selben Fundament haben. Durch die Anordnung der drei Sakralräume entsteht in der Mitte ein großer Zentralraum. Dieser bietet Platz für gemeinschaftliche Feiern aller Religionen und schafft Raum für den Dialog zwischen den Religionen. Der Entwurf bietet neben den drei Sakralräumen und dem Zentralraum auch noch Platz für ein Café, eine Bibliothek und einen Seminarraum. Im Untergeschoß sind, die dem Obergeschoß dienlichen, Nebenräume angeordnet. Die Gratwanderung, zwischen der Eigenständigkeit und dem Miteinander der Religionen, wurde versucht in einen architektonischen Entwurf zu fassen.